Das erste Gebäude privater
Förderung auf dem Gelände der EXPO98, das passive und aktive Solarenergie als
Hauptenergiequelle benutzt, zeigt die Durchführbarkeit bei Wohngebäuden mit hoher
Wohndichte unter klimatischen Bedingungen Südeuropas.
Mit einem grosszügigen Fensterbestand können alle Wohneinheiten die Sonnenenergie
nutzen. Das Gebäude hat keine künstliche Klimatisierung und ist auch nicht an das
Verteilnetz der termischen Flüssigkeiten angebunden.
Der zusätzliche Energiebedarf für die Heizung beträgt lediglich 20% der regulären
Werte und wird teilweise durch ein System erhitzten Wassers erzeugt, verbunden mit den
Solarkollektoren auf der Überdachung. Gute Bedingungen hinsichtlich der natürlichen
Beleuchtung, des Lärmschutzes und der Verunreinigung der Innenräume vervollständigen
das Profil des Gebäudes. Kunde.............................................................Wohngenossenschaft
"Viver a Luz"
Projekt............................................................................Tirone
Nunes / Protermia
Bebaute
Fläche.........................................................................................7200m2
Heizbedarf..........................................................................................8kWh/m2an
Kühlbedarf..........................................................................................4kWh/m2an
Thermischer Bedarf nach dem
Regulament...................................................20%
Verringerung des
Stromverbrauchs................................................................30%
Verringerung des
Wasserverbrauchs.............................................................30%
Verringerung des CO2-Ausstosses.................................................................70%
Merkmale des Projekts
- Alle Wohnungen nach Süden ausgerichtet
- Doppelglasfenster und Rahmen mit doppelter
Dichtung
- Nicht belüftete Wände ("mass
walls")
- Kontinuierliche Wärmeisolierung von aussen
- Thermische Masse sichtbar
- Fehlen von Kllimaanlagegeräten
- Passive Kühlung durch äusseren
Sonnenschutz und natürliche Belüftung
- Luftabzug in den feuchten Zonen,
ausgeglichen durch vorerhitzte Luft
- Warmes Brauchwasser erhitzt mit
Sonnenkollektoren
- Künstliche Niedrigenergie- Beleuchtung
- Trennung der Einheiten durch Doppelwände
mit Schallisolierung
- Leise mechanische Belüftung
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